Samstag, 25. April 2015

Das Buch zum Blog


Unbeschreiblich. Ein Buch. Ein richtiges Buch. Paperback mit einer Vorderseite und einer Rückseite. Dazwischen 213 Seiten gefüllt mit Buchstaben. Und gleich über dem Titel... mein Name.

Mir fiel fast die Kinnlade auf den Geburtstagskuchen, der für meinen Geschmack etwas zu dicht von Kerzen besiedelt war. Dreißig Stück um genau zu sein.
Aus dem skurrilen rosa Disney Prinzessinnen Geschenkpapier hatte ich soeben die größte Überraschung überhaupt gewickelt. Mein Werk. Mein Blog. Meine Altersvorsorge.

Meine ganze Aupair Geschichte von Tag 1 - Here I am,  bis Tag 564 - Ende und Anfang, chronologisch lesbar im Taschenbuchformat. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich durch die Kapitel blätterte. Oh, da war ich zum ersten Mal im Pub, oh, Fettnäpfchen, oooohhh die Sargnägel, Dull Dads, Railway Freaks, Mütter mit wogenden Brüsten und Milchkotzflecken... eine fantastische, unvergessliche Zeitreise. 

Was für ein tolles Geburtstagsgeschenk in der selben Woche, die auch mit meinem sechsjährigen England-Jubiläum zusammenfällt. Sechs Jahre!

Ich wusste, dass ein Druck seit Jahren in vager Planung war. Auch, dass mich vor zwei, drei Jahren eine nette Lektorin anschrieb und inhaltliche Fragen zu den Sargnagelstories stellte. Aber dann wuchs Gras über die Sache und gleichzeitig schien alles im Sande verlaufen zu sein. Und jetzt.... Überraschung!

Natürlich ist dieses Tagebuch wahrscheinlich nur für mich selbst so extrem aufregend und nostalgisch wertvoll, aber falls mal jemand gucken möchte, 
>>>>>>>>>> hier geht's zu Leseprobe und Website des Verlages


http://www.ganterverlag.de/showbuchtitel.php?id_n=75&seite=75

Natürlich mussten einige der Pub-Protagonisten trotz Sprachbarriere die Sache erst einmal unter die Lupe nehmen. Ein guter Anlass, mit den alten Freaks in Erinnerungen der letzten sechs Jahren zu schwelgen. Den alten Flötenmann gibt es noch (drittes Bild) und auch Specs (viertes Bild), der seine Sonnenbrille bisher niemals abgelegt hat. Die Chipolatas auf den ersten beiden Bildern spielen bis heute noch die feinste Musik bei den Open-Mic Veranstaltungen, und es ist einfach ein Jammer, dass der Railway Pub nicht mehr ganz der Alte ist, davon aber in separatem Blogpost mehr. Ein Buch! Oh mein Gott, ein Buch!.......





Freitag, 17. April 2015

Schnulleralarm

Es dauert nun nicht mehr lange bis das Baby kommt.

Im Nestwahnsinn habe ich das komplette Gästezimmer/Angelzimmer/staubiger Abstellraum auseinandergenommen. Jede Holzpanele poliert, die Sockelleisten gewienert, die Jalousien entstäubt und Fenster geputzt. Die Kommode zum Wickeltisch umfunktioniert, ein Bettchen aufgestellt und mit weißen LED Lampions umrandet, die warmes Licht spenden. Ich habe Windeln gekauft, Wickelunterlagen und Feuchttücher, eine kuschelige Decke und eine Rassel. Einen Babysitz organisiert und alles gewaschen, das nur ansatzweise in die Nähe der kleinen Fingerchen geraten könnte.
Auf sämtlichen Heizkörpern hängen und trocknen pastellfarbene Stoffetzen mit Sternchen und Bärchen bedruckt.

Ich habe mit viel Glück und viel mehr Ungeschick einen Fisher Price Rainforest Jamparoo Babyschüttler zusammengebastelt und mir fast nicht die Fingerspitzen eingeklemmt. Das geliehene Reisebettchen sieht etwas windschief aus, aber steht. Die Wickelunterlage rutscht bei der kleinsten Berührung von der Kommode und der Hochstuhl ist mehr eine Zwangsjacke mit der man den Lütten an einen Stuhl fesseln kann.

ein überlege mir kinderwagenfreundliche Routen in die Stadt, in den Park, in die U-Bahn...

Am Samstag kommt mein kleiner 7-monatiger Neffe mit seiner Mama, meiner Schwester zu Besuch. Und ich freue mich wie blöd!

Sonntag, 12. April 2015

Back to the Future

Dass Zeitreisen durchaus möglich sind, das weiß ich schon seit dem Railway Pub.

Sobald man durch die speckige Holztür ins Innere trat, fühlte man sich in die Siebziger zurückkatapultiert. Haarschnitte, Kleidung, Musik, Einrichtung, die Gastfreundlichkeit, es war als wäre im Inneren dieses düsteren Gebäudes die Zeit stehengeblieben

Eine weitere Zeitkapsel habe ich nun eine Stunde Autofahrt enfernt kennenlernen dürfen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht nur um einen einzelnen Pub, sondern um einen ganzen Bezirk. Genau genommen um eine Insel.

Die Isle of Sheppey ist durch ein Wasserrinnsal komplett von der Britischen Hauptinsel abgetrennt, jedoch über eine Brücke befahrbar.


Sofort fällt auf, dass alles etwas spärlicher besiedelt ist. So weit das Auge blicken kann sieht man grüne Wiesen, marschiges Sumpfland und Felder, die gerade erst aus dem Winterschlaf erwacht sind.


Sonntag, 5. April 2015

Hörnchen Update

Vogelfutterspender Schwierigkeitsstufe 2

Fatso ist ganz und gar nicht "amused"

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