Samstag, 30. April 2011

Tag 737 - We are princess!

The Royal Wedding... in den letzten Wochen DAS Thema. Jeder redete darüber, diskutierte, und wurde ob er wollte oder nicht im Abendprogramm über sämtliche verwandschaftlichen Verästelungen der Braut aufgeklärt. Auf allen Kanälen liefen Dokumentationen in Endlosschlaufe, die Tageszeitungen berichteten Seite um Seite über nichts anderes als Spekulationen über das Brautkleid, und in der SUN wurde sogar das nackte Seite-3-Mädchen auf Seite Zwölf verbannt. Seite Zwölf!

"Und? Gehen Sie hin?" fragte mich auf der Arbeit jeder zweite Anrufer. "Nö", so meine Standardantwort, "bin nicht eingeladen."
Ich freute mich vielmehr auf den extra Feiertag. Die Hochzeit bescherte uns nämlich ein viertägiges Wochenende.

Doch je näher das Ereignis rückte, und umso aufgeregter die Stimmung wurde, da kam ich dann doch ins Überlegen. Wäre es nicht toll, sich unter die fröhlichen Menschen zu mischen und ein wenig royale Atmosphäre abzubekommen? Ganz London würde Kopf stehen und jede Menge Schreibstoff und Fotomotive bieten. Und dann war mir klar, dass ich bei der Vermählung von Prinz William und Catherine Middleton nicht fehlen durfte.

Ich mag die Königsfamilie. Ganz besonders die Queen. Ist ja nicht so, dass sie eines Morgens aufgewacht ist, und beschlossen hat Königin zu werden. Da steckt ja so viel Geschichte und immernoch unveränderte Tradition dahinter.

Der Gawjus war entsetzt, als ich ihm von meinem Plan erzählte, am Hochzeitsfreitag nach London zu gehen. Sei doch viel zu viel los, und überhaupt würden wir es bestimmt nicht einmal in die Nähe der Parade schaffen, und so weiter. Er versuchte mir die Idee auszureden, aber war am Ende dann doch mit dabei.

Der Bahnhof war wie ausgestorben. "Siehste, so viele gehen wohl doch nicht hin", sagte ich. Aber bei Ankunft am Charing Cross Bahnhof mussten wir feststellen, dass alle schon dort waren... und die Straßen um die Paraderoude abgesperrt. Hohe grüne Bauzäune versperrten Weg und Sicht.

"Siehste", sagte jetzt der Gawjus vorwurfsvoll. Ich fühlte mich sehr von der Hochzeit ausgeschlossen. Aber wir waren nicht die Einzigen. Noch mehr Ausgeschlossene versammelten sich am Zaun und wanderten ziellos durch die Gegend. Manche kletterten auf Bushaltestellen und Bäume, um einen Blick über die Absperrung zu werfen.




Wir liefen planlos durch die Straßen. Aber plötzlich fing es an, wieder Spaß zu machen. Alle Straßen in der Innenstadt waren für den Verkehr gesperrt, und ich muss wirklich sagen, so entspannt war ich noch nie in London. Normal ist alles zu laut, zu eng, zu hektisch, aber so ganz ohne Fahrzeuge war es eine neue Erfahrung. Dorfstimmung in einer europäischen Hauptstadt. Fantastisch. Mitten auf der Straße liefen wir zum Picadilly Circus und beobachteten die fröhlichen Menschen mit ihren Union Jack Fähnchen.

Immer wenn wir uns ein wenig weiter von der Parade entfernten, sahen die Straßen so aus:

Dieser Anblick in Verbindung mit den ständig kreisenden Helikoptern war wirklich gespenstig. London im Ausnahmezustand.

Wenn sich Menschen zu Trauben versammelten konnte man sicher sein, dass es dort wohl irgendwo einen Fernseher gab. Und so konnten wir vor einem Schaufenster doch einen kurzen Blick auf das Brautkleid werfen.


Das war aber wirklich alles, was wir von der Zeremonie sahen.

Zu sehen gab es dann aber in der Nähe des Green Park wieder mehr. Wir standen einfach auf der Straße und beobachteten Leute.





Und dann kamen die Fahrzeuge mit den Hochzeitsgästen auf ihrem Weg von der Abbey zum Buckingham Palace.


War es eigentlich Zufall, dass wir direkt vor einem Angelladen standen, oder hatte das der Gawjus so eingefädelt?


Aber es war sicher Zufall, dass dieser Laden plötzlich öffnete. Und so schnell konnte ich gar nicht gucken, war der Gawjus schon darin verschwunden.
Na gut, seufzte ich, und folgte ihm.

Drinnen dann eine angenehme Überraschung. Nicht die üblichen dreckverkrusteten Eimer mit sich windenden Maden in allen Farben, sondern ein teuer eingerichteter Laden mit edler Fischereiausrüstung. Ungefähr zehn Mitarbeiter wuselten durch die Gegend... und tranken sich einen an. Es gab Sekt und Bowle... und einen Fernseher mit der Hochzeitsübertragung. Mittlerweile war das Brautpaar auf dem Balkon des Buckingham Palast angekommen. Ich mischte mich unter die Verkäufer, während der Gawjus in die handangefertigten Köderfliegen wühlte.
"Hach, gleich kommt der Kuss", säuselte ein etwas tuffiger Verkäufer und hielt sein Sektglas zwischen Daumen und Zeigefinger.


Wie auf Kommando küssten Will und Kate. Alle jubelten. Wir konnten im Fernseher die selbe Menschenmenge hören, wie draußen vor der Tür. Schon lustig, so live dabei zu sein.

Der Gawjus kam mit einem Arm voller bunter federiger Fliegen um die Ecke, und sah mehr als zufrieden aus.
"Leg das weg!" kreischte der Tuffige plötzlich. "Schnell! Alle raus! Der Bomber kommt!"
Geschockt rannten wir in einem Pulk Verkäufer zur Tür. Und sahen gerade noch ein altes Kriegsflugzeug über den Dächern verschwinden. Ach so, das gehörte zur Show.

Bei den Mitarbeitern kam auch endlich wieder der Geschäftssinn zurück. Der Gawjus durfte bezahlen. Während der Manager die Fliegen in kleine Pappschachteln packte, kam er noch ein wenig ins Erzählen: Der Laden existierte schon seit 170 Jahren, und statte die königliche Familie mit Ausrüstung fürs Fliegenfischen aus. Er entschuldige sich für den Ausnahmezustand heute, aber sie hätten sich schon sehr lange auf die Hochzeit gefreut und mussten einfach mitfeiern.

Die Absperrungen waren offen.
Wir gingen zum Trafalgar Square, wo wir immernoch eine riesige Menschenmenge und Live Band vorfanden.


Das ZDF war auch da:

Und dann trafen wir zufällig noch ein paar Bekannte und stießen mit einem kühlen Pint of Lager auf das gelungene Fest an. Und dann nochmal, und dann nochmal, und dann landeten wir direkt gegenüber des London Eyes noch auf einem Boot mit Barbetrieb und wiederholten das Anstoßen noch weitere drei bis zwölf Mal.

Hach, manchmal bin ich gerne Royalist.

Sonntag, 17. April 2011

Finde den Fehler



Richtig, hier sollte eigentlich das Internet eingesteckt sein. Das wurde aber noch nicht geliefert. Scheinbar lassen sich die Anbieter auch in England eine Menge Zeit mit der Installation.

Hier jetzt also mein erster Blogeintrag vom Handy aus, was irgendwie total genial ist, aber das Schreiben auf den winzigen Knubbeln, auf denen meine grobmotorischen Finger nur zu gerne abrutschen, kostet verdammt viel Muehe.

Was ich eigentlich loswerden wollte:

Heute bin ich genau zwei Jahre hier! Zwei Jahre!

Der treue Leser erinnert sich, dass das Einjaehrige doch noch gar nicht so lange her war. Aber was seither alles passiert ist... unglaublich.
Danke an alle fuers Mitlesen und Mitfiebern, ihr seid toll. Und ich werde ganz bestimmt bald wieder zurueck sein mit neuen Stories von der alten Insel.

Liebe Gruesse

Montag, 7. März 2011

Island - Tag 3

Golden Circle hatten wir für den Montag gebucht. Die klassische Tour für den Island-Anfänger: Erster Stop im Þingvellir Nationalpark, dem ältesten Parlament der Welt. Danach einen Besuch beim großen Geysir, und dann noch zum Gullfoss Wasserfall. Die drei berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Island kann man eigentlich in zwei Stunden locker abklappern, aber wir wollten doch ein wenig mehr Abenteuer und bauten noch einen Abstecher zum Langjökull Gletscher ein.

Am Morgen musste noch die Kleidungsfrage geklärt werden. Wir würden den ganzen Tag unterwegs sein, davon mehrere Stunden in Eis und Schnee verbringen. Was sollten wir nur anziehen? Es endete damit, dass ich mich für „Schwitzen ist besser als Frieren“ entschied, und eine Schicht nach der anderen überzog. Erst ein dünnes T-Shirt, darüber einen dünnen Pullover, darüber dickes Fleece, darüber Winterjacke, und zum Schluss noch die federleichte wasser- und winddichte Regenjacke, die ich extra zwei Nummern größer gekauft hatte, um möglichst viel darunter anziehen zu können. Unter der Jeans noch Leggins, die von Muttern gestrickten Wollsocken bis zum Knie hochgezogen, und darunter noch ein Paar dünnere Socken. Ich konnte mich kaum mehr bücken um meine Wanderstiefel zu schnüren.

So machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt, an dem wir von unserem Reiseführer abgeholt werden sollten.


Touristenbusse hielten, luden ein, fuhren ab, nur unserer war irgendwie nicht dabei. Und schon als wir anfangen nervös zu werden, kam der größte Geländewagen um die Ecke geschossen, den ich jemals gesehen hatte. Am Steuer ein zotteliger Isländer mit dem typischen Schafswollpullover. „Springt rein“, rief er gut gelaunt. Das war also unserer.

Von Springen konnte mit den Kleiderschichten keine Rede sein. Unter größter Anstrengung zog ich mich in das hochbeinige Gefährt.
„Ihr seid die Einzigen“, meinte Zottel und drückte das Gaspedal durch. Wahnsinn, wir würden eine Privattour kriegen!

Die Landschaft flog rechts und links im Sonnenaufgang an uns vorbei. Mount Asja leuchtete in einem Rotton, als würde sie Ayers Rock Konkurrenz machen wollen.
Zottel hörte keine Sekunde auf zu reden. Er steckte voller Isländischen Sagas, Geschichten und Witzen. Jeden Quadratmeter, den wir passierten, kommentierte und erklärte er auf eine sehr unterhaltsame Weise. Er war wie eine unerschöpfliche Island-Enzyklopädie.


Ob wir wüssten, dass es in Island keine Bäume geben würde? Erst in den letzten Jahren hätte man welche angepflanzt, die jetzt in mickrigen Gruppen zusammenstehen, wie gelangweilte Teenager.

Was macht man, wenn man sich in Island im Wald verläuft?
- Man steht auf

Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir den Nationalpark. Wir hielten an einer Aussichtsplattform und schauten ins Tal. Unberührte Natur, so weit das Auge reichte.
„So, lauft mal schön. Ich hole euch auf der anderen Seite des Flusses wieder ab“, rief Zottel noch und war auch schon weg.



Der Gawjus und ich folgten einem schmalen Weg zwischen hohen Felsen. Wir befanden uns direkt zwischen der Nordamerikanischen und der Eurasischen Kontinentalplatte. Und es war unglaublich schön.


Die moosbewachsenen Felsen schienen verwitterte Gesichter zu haben, als wären es zu Stein gewordene Höhlentrolle.


Wir erreichten den Fluss. Das Wasser war kristallklar. Nicht ein Blättchen oder Grashalm schwamm auf der Oberfläche. Es schien perfekt gefiltert zu sein, und hätte nur noch in Flaschen abgefüllt werden müssen. Jede einzelne Forelle war unter der dünnen Eisschicht erkennbar. „Hier macht Angeln bestimmt keinen Spaß“, schlussfolgerte der Gawjus. „Da fehlt ja jede Spannung.“


Der Zottel winkte uns schon aus der Ferne. Zügig gingen wir die letzten Meter. Es war wirklich verdammt kalt. Was war ich froh um die Pelzmütze mit Ohrenklappen.


Wieder im Jeep konnten wir uns erstmal aufwärmen. Zottel fuhr uns immer tiefer in die isländische Abgeschiedenheit. Es roch von Meile zu Meile schwefeliger. Immer mehr aufsteigender Wasserdampf von heißen Quellen verriet uns schon früh, dass wir bald die Geysire erreichen würden.


Und dann standen wir davor. Eine große blubbernde, dampfende, schmatzende Pfütze, in der das heiße Wasser immer wilder schwappte, bis sich schließlich so viel Druck aufgebaut hatte, dass ein großer Schwall zischend in die Luft schoss. Atemberaubend. Einmalig.




Etwa fünfmal sahen wir den Geysir Strokkur in die Höhe schießen. Erkundeten noch die siedend heißen Quellen, in denen man locker kurz fünfzig Kilo Pasta abkochen könnte, und besuchten auch noch den Großen Geysir, der nur noch selten ausbricht. Dann war es schon wieder so kalt, dass wir freiwillig in den Jeep zurückkehrten.

Gullfoss Wasserfall war der nächste Stopp.


Während wir staunend den vielen Kubiktonnen Wasser hinterherblickten, die da mal kurz in die Spalte stürzten, fing es an zu schneien. Nicht schöner flockiger Schnee, sondern Eisbröckchen, die einem schmerzhaft ins Gesicht piekten. Trotzdem rutschten wir vorsichtig auf der dicken Eisschicht den Weg hinunter, der uns direkt an das reißende Wasser bringen würde. Es war gefährlich, das wurde uns ziemlich schnell bewusst. Der Rand des Wasserfalls war komplett vereist.


Und so toll es auch aussah, wir hätten mit unseren Schuhen keinen Halt darauf und würden wohl ziemlich langsam aber stetig in die tödliche Tiefe rutschen. Also drehten wir lieber um und zogen uns an einem Seil wieder den Berg hinauf. Von Frieren war nach der Anstrengung keine Rede mehr.


Im Gullfoss Restaurant bekamen wir eine Tasse Lammsuppe, bevor unsere Reise auf den Langjökull Gletscher weitergehen sollte. Zottel beobachtete den immer dichter fallenden Schnee. Ich dachte schon, dass unsere Tour jetzt auf dem Spiel stehen könnte, aber er war ziemlich erfreut. Jetzt würden wir eine anständige Geländefahrt kriegen, ganz nach seinem Geschmack. Bevor wir losfuhren, ließ er ein wenig Luft aus den Reifen. Kurze Zeit später sollte ich auch erfahren warum, als wir mächtig durchgeschüttelt über Wege holperten, die von dem Begriff „Straße“ so weit entfernt waren, wie ein Höhlentroll vom Sonnenbaden.

Es ging höher und höher. Der Schneefall war jetzt ein Schneesturm. Alles war in Weiß getaucht. Selbst der wild gewordene Scheibenwischer konnte nichts ausrichten. Wie zum Himmel konnte der Zottel sehen, wo es lang ging? Aber er sah. „Alles aussteigen“, rief er nach einer weiteren Stunde fröhlich. Ich öffnete die Tür, sprang, und versank bis zu den Knien im Schnee. Wir waren an einem riesigen Blechcontainer angelangt, vor dem noch mehr schwere Geländewagen geparkt waren. Eine kleine Touristengruppe begrüßte uns, die sich schon in unförmige Schneeanzüge gequetscht hatten. Auch wir bekamen je ein Exemplar dieser schweren Anzüge.
Jetzt konnte ich mich wirklich kaum mehr bewegen. Dicke Handschuhe, Sturmhauben und Motorradhelme gehörten noch zur Ausstattung. Wir würden nämlich… Schneemobil fahren!


Der Ausdruck „Ich freute mich wie ein Schneekönig“ war hier mehr als treffend.


Ich teilte mir ein Fahrzeug mit dem Gawjus. Er würde zuerst fahren, dann dürfte ich auf der Rückfahrt das Steuer übernehmen. Nach einigen Instruktionen ging es auch schon los. In einer Reihe folgten wir Zottel durch das ewige Eis. Ziemlich schnell verstand ich auch, warum es absolut verboten war, vom Weg abzuweichen. Links und rechts waren tiefe Gletscherspalten, deren Eis türkisblau schimmerte. Es war wunderschön, faszinierend, und gruselig zugleich. Und so weit das Auge reichte sah man nichts als Eis und Schnee. Das Eis unter uns schien fast schon durchsichtig zu sein und leuchtete auch in diesem geheimnisvollen Türkis.


Viel zu schnell war es vorbei. Wobei meine Finger ganz dankbar waren, die schienen nämlich so gut wie abgefroren zu sein, vom Umklammern des Lenkers

Wir kamen noch in den Genuss einer Bergungsaktion. Einer der Mountaineers hatte aus Versehen ein Schneemobil in einer flachen Gletscherspalte versenkt. Mit einem am Jeep befestigten Seil zogen sie es wieder nach oben.


Jetzt waren wir aber wirklich durchgefroren. Schlotternd saßen wir den ganzen Heimweg im Geländewagen und tauten so gar nicht mehr auf. Zottel erzählte möglichst „heiße“ Geschichten, von Leuten, bei denen plötzlich der Boden im Wohnzimmer aufgebrochen wäre und eine heiße Quelle zum Vorschein gekommen wäre. Und das sei schon oft passiert.

Zuhause erstmal ein Bad eingelassen, Tee gekocht, zehn Wollsocken übereinander angezogen, und in Decken gehüllt das Nordlicht vom Fenster aus beobachtet.
Ups, dachten wir. Ups. Das war kalt heute. Und wir bekamen ein wenig Zweifel, ob wir unser Abenteuer am nächsten Tag auch wirklich durchziehen sollten. Dagegen war nämlich der Gletscher ein warmes Sommerparadies.

Aber davon ein anderes Mal :-)

Riders on the storm

Soooo nervös!
Normal sitzen die drei Runs, aber sooooo nervös, meine Finger haben zu sehr gezittert. Sooo vernös!
Es war schon nach elf Uhr, als wir endlich gespielt haben. Das ganze hibbelige Warten hat es auch nicht besser gemacht. Nervöööös!

Naja, schaut es euch selbst an, wenn ihr Lust habt :-)



Suchspiel: Wer findet den alten Flötenmann?

Sonntag, 27. Februar 2011

Tag 673 - Mi casa e su casa

Ich hatte ganz vergessen, wie viele Treppenstufen in unsere neue Wohnung führen.
Es ist schon anstrengend hochzuklettern, wenn man nichts tragen muss. Da kommt man dann schon leicht an seine Grenzen, wenn man gefühlt eine Million Kisten schleppt.
Meine Knie und Waden haben sich an die Existenz von Muskulatur erinnert, welche, einmal aus dem dunklen Kämmerchen befreit, sofort mit stechendem Schmerz auf sich aufmerksam machte. Und jetzt, nach drei Tagen, scheint der Muskelkater gerade seinen Höhepunkt erreicht zu haben, und wir müssen noch die Gitarren, das Keyboard und die Verstärker abholen. Aber dann sind wir fertig.
Höhenangst sollte man bei der Feuertreppe auch keine haben. Die Stufen haben "Durchsehgitter", und der Abgrund scheint einen regelrecht anzuziehen. Vor allem wenn man keine Arme frei hat, um sich am rostigen Geländer festzuklammern.



Aber oben angelangt, erinnert man sich sofort wieder wofür man sich so abplagt.

Küche




Bad



Wohnzimmer


Schlafzimmer


Gästezimmer


Flur


Garten


Jetzt werde ich mich die Woche, bis ich meinen neuen Job anfange vollauf mit Einrichten beschäftigen können.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Tag 669 - Put it!

Eine Email tauchte plötzlich im Posteingang meiner förmlich-seriösen Bewerbungs-Emailadresse auf. "Blablabla... den perfekten Job für Sie... blablab... ruf! mich! an!" Oder so ähnlich. Klick, sofort gelöscht.

Am nächsten Tag ein Anruf in Abwesenheit auf meinem Handy. Unbekannte Nummer. Mal zurückgerufen, eine 02 Mailbox. Kann nicht wichtig gewesen sein.

Nächster Tag während der Arbeit. Handy vergessen auf lautlos zu schalten. Die Nummer ruft wieder an. Chef ist gerade nicht in der Nähe, so nehme ich den Anruf an.

"Huuuhuuu!" Eine Trällerzwitscherstimme. "Wegen der Email. Haben Sie denn jetzt Interesse an dem Job oder nicht?"

"Also jetzt gerade nicht!" sage ich ein wenig grantig. Das kommt davon, wenn man seinen Lebenslauf auf Jobseiten online stellt. Jetzt rufen die Spammer auch noch an. "Ich arbeite!"

"Ich versuche es später nochmal, tschüühüüü!" flötet die Nervsuse.

Und sie versucht es wirklich. Hartnäckig. Zu allen Tageszeiten. Am nächsten Tag. Am Tag danach. Und noch eine Email mit Rückrufbitte. Oder Angabe einer Uhrzeit wann sie anrufen könne. Es sei supi dringend.

"Na gut", denke ich. Schreibe ihr eine Uhrzeit, die in meiner Mittagspause liegt. "Der geb ichs", beschließe ich noch.
Am nächsten Tag klingelt es pünktlich in meiner Mittagspause. Die Nervsuse ist dran.

"Endlich!" jauchzt sie. Und fängt an ohne Punkt und Komma runterzurattern, dass sie ein Recruiter sei, was soviel wie eine Personalvermittlerin ist. Und sie hätte meinen Lebenslauf online gesehen und der würde ja so toll auf einen Job passen, den sie gerade zu vermitteln gedenke.

"Jaja" sage ich genervt. Ich kenn das doch. Da werfen die Personalvermittler ihren Köder aus, warten bis jemand anbeißt, ziehen die Leine ein, teilen dann mitleidig mit, dass der Job nicht mehr verfügbar sei und drängen einen zum Abschluss eines Vermittlungsvertrages. Alles schon gehabt.

Der Köder ist aber auch verlockend. Ein deutsch-englisch-sprachiger Job in der Hauptverwaltung eines SEHR bekannten Unternehmens. Gute Bezahlung. Die Anforderungen stimmen fast schon wörtlich mit meinem Profil überein. Sehr verdächtig.

"Jaja!" schreie ich fast. "Ich weiß schon, dass das eine Verarsche ist. Und am Ende kriege ich eine fette Rechnung und von Arbeitsvermittlung ist keine Spur. Ich kenn euch Geier doch!"

Es wurde kurz ganz still in der Leitung. Und dann brach die Nervsuse doch tatsächlich in schrilles Lachen aus. "Hihihihi, aber nein, das ist doch illegal!“ Sie kriegte sich kaum mehr ein. Nach einer Weile versicherte sie dann, dass sie wirklich wirklich im Namen dieses Unternehmens anrufen würden, und die total scharf auf ein Vorstellungsgespräch seien. Aber es sei sehr eilig, weil sie sich jetzt wirklich festlegen wollten. Morgen? Ja?

„Also ich bin total busy“, hab ich noch arrogant abgewehrt. Immer noch an ihrer Seriosität zweifelnd. „Rufen Sie morgen nochmal an.“

Und dann kam es, dass Mr. B an diesem Tag wieder besonders widerwärtig war, und ich nur noch aus dieser verdreckten Apotheke rauskommen wollte und das Weite suchen. Das war der Grund, dass ich am nächsten Tag wieder abhob, als die Nervsuse anrief. „Vorstellungsgespräch! Morgen!“ jauchzte sie. Zuerst solle ich sie treffen, und danach würde ich beim Unternehmen vorstellig werden.

„Also gut“, seufzte ich. Was hatte ich schon zu verlieren. Wenn sie mir beim Treffen mitteilen würde, dass die Stelle leider, leider nicht mehr zu vergeben wäre, aber ich ja einen Vermittlungsvertrag unterschreibe könne… dann hätte ich schon ein Ventil für meinen Frust. Und ich malte mir die tollen Sachen aus, die ich mit ihr anstellen würde. Würgen. An den Haaren herumschleudern. Ihr ins Gesicht schreien.
Andererseits, sie war so hartnäckig und kam so ehrlich rüber… wenn die Stelle doch existierte?

Heute, 9 Uhr morgens. Noch kurz in der Apotheke angerufen und einen Migräneanfall vorgetäuscht. Da traf ich auch schon die Nervsuse am Bahnhof von Waterloo. Sie nahm meine Übellaunigkeit recht positiv, kaufte mir einen Kaffee und überschüttete mich mit Komplimenten und Papierkram. Hah! Der Vermittlungsvertrag… äh nein… eine Stellenausschreibung. In der Hauptverwaltung des SEHR bekannten Unternehmens. Wow, passte genau auf mein Profil.

„Das Vorstellungsgespräch dort ist um 11 Uhr, und ich werde dich jetzt darauf vorbereiten, okay?“ lächelte die Nervsuse.
Ich brauchte einige Sekunden um zu realisieren, was sie gerade sagte.
„Die Stelle existiert wirklich?“ fragte ich ungläubig.
Wieder Lachen.

Und plötzlich war ich ganz Ohr. Die Stellenbeschreibung klang super. Das Gehalt sehr gut. Oh mein Gott. Das klang viel zu gut um wahr zu sein. Aber ich saß doch wirklich hier, und ich war im Begriff mich bei diesem Unternehmen tatsächlich vorzustellen!!!

Die Nervsuse redete und redete. Gab Tipps und Anregungen und machte ein Rollenspiel. Und ich war schlecht. Total verwirrt und geschockt. Aber trotzdem setzte sie mich nach einer Stunde in den Zug zum Vorstellungsgespräch. Und einige Zeit später stand ich auch schon vor dem Gebäude. WOW!

Und was soll ich sagen, das Gespräch lief sehr gut. Ich redete und redete, achtete auf meine Körpersprache, versuchte kompetent, seriös und witzig zugleich rüberzukommen. Aber die Interviewer machten Pokerface und ließen mich keine Sekunde wissen, woran ich war. Sie würden sich am Nachmittag entscheiden, sagten sie nur und entließen mich nach einer halben Stunde ins Freie.

An Apotheke war nicht mehr zu denken. Ich fuhr gleich nach Hause und packte noch ein paar Kisten für den Umzug übermorgen. Also wenn das klappen würde, dachte ich nur die ganze Zeit. Wenn das klappen würde. Und dann kam der Anruf…

ICH HABE EINEN NEUEN JOB! Am 07.03. fange ich an.

Und jetzt schreibe ich eine Kündigung für Mr. B und PUT IT morgen in seinen Arsch.

Sonntag, 13. Februar 2011

Tag 659 - Fiddler on the roof

England ist das Land der Immobilienmakler.
An jeder Ecke wachsen die kleinen, schicken Maklerbüros aus der Erde, in denen bildschöne Menschen in fliederfarbenen Kostümen oder Nadelstreifen an ihren perfekt sauberen Schreibtischen sitzen, und jeden Kunden mit einem Lächeln begrüßen, als seien sie gerade einer Milchschnitte-Werbung entsprungen.
Sie markieren alles, das nur irgendwie vermiet- oder verkaufbar ist, mit ihren Unternehmensschildern. Und es gibt eine Menge davon. Ob Einkaufsstraße oder Wohngebiet, überall findet man einen bunten Wald an „To Let“ Schildern.


Der Weg zu unserer eigenen Wohnung führt also über eine Makler Agentur. Das wird gleich klar, als wir im Internet die ersten Wohnungsanzeigen durchsehen.
Die Mietpreise sind deutlich höher als in Deutschland. Aber es hängt auch sehr von der Gegend ab, in die man ziehen möchte. Für uns ist sicher, dass wir hier am Rande Londons wohnen bleiben wollen. So nahmen wir einfach den Freak-Pub als Mittelpunkt und grasten alle Angebote im Radius von einer Meile ab. Ein Schlafzimmer, oder vielleicht sogar zwei, wenn der Preis in Ordnung war.

Noch am selben Tag bekamen wir einen Besichtigungstermin. Die Wohnung sah in der Anzeige wunderschön aus. Lichtdurchflutet, modern renoviert, schön geschnitten. Ungeduldig hibbelnd warteten wir vor der genannten Adresse auf die Maklerin. Die Dame aus dem Unterwäschekatalog kam auch gleich in ihrem Mini Cooper um die Ecke geschossen. Perfektes Lächeln, professionelles Auftreten.
Die Wohnung jedoch hatte mit der auf den Fotos überhaupt nichts gemeinsam. Ein staubiges, enges Loch mit Blick auf einen Bauzaun. War wohl nichts.

Am nächsten Wochenende zwei weitere Besichtigungen. Wieder ein Mini Cooper, wieder ein Reinfall. Wie kann man nur so geschickte Bilder von halbrenovierten Nasszellen machten?
Wir sind frustriert und laufen ziellos in der Gegend umher. Noch zwei Stunden Zeit bis zu einer weiteren Besichtigung. Ob wir wohl noch so eine Bruchbude vorgesetzt kriegen?

Und dann tauchte dort dieses neue Maklerbüro an der Straßenecke auf und ohne groß darüber nachzudenken, standen wir auch schon drin. In der Höhle des Löwen.
„Hello“, schnurrte eine perfekt gekleidete Löwin und schubste uns gleich in Richtung ihres Schreibtisches. Wie sie uns den helfen könne. „Hoffentlich kostet das jetzt noch nichts“, dachte ich, als wir halbherzig unsere Suchkriterien für ein neues Zuhause vorbrachten.

„Da hab ich genau das richtige für euch!“, jauchzte die Maklerin plötzlich in den höchsten Tönen und erzählte von einem Haus, das sie gerade erst hereinbekommen hätte, mit einer allerliebsten Dachwohnung. Genau das Richtige für ein junges, romantisches Pärchen. Das Wort romantisch sagte sie noch ganz oft.
Wann wir Zeit hätten für eine Besichtigung.
„Eigentlich… jetzt!“ sagten der Gawjus und ich gleichzeitig. Und sofort schmiss sich Frau Löwenherz ans Telefon, rief Hauseigentümer an, rief die Nochmieter an, erklärte, smalltalkte, zwitscherte, und nickte uns zwischendurch begeistert zu. Fünf Minuten später griff sie ihre Jacke. „Los geht’s!“
Und weitere zwei Minuten später saßen der Gawjus und ich auf dem Rücksitz eines… nicht Mini Cooper… Audis, auf dem Weg zur viel versprechenden Dachwohnung. Große Erwartungen hatten wir ja nicht. Für die Makler ist ja sogar eine Hundehütte ein „Kuscheliges, freistehendes Eigenheim mit viel Charme, eigenem Eingang und großzügiger Lounge“

Aber dieses Mal schien schon von Anfang an das Gefühl zu stimmen. Ein altes, gemauertes Haus im viktorianischen Stil, in einer sehr ruhigen Straße, unweit von unserem jetzigen Wohnort. Ich war gleich entzückt von der grünen Freddie-Mercury-Haustür!
Im Inneren… wir wussten sofort, DAS war sie. Unsere Wohnung. So viel Charakter, ein wenig verwinkelt. Tolle Zimmeraufteilung, sehr viel Platz, Stauraum ohne Ende, und eine lange Feuertreppe, die von der Hintertür runter in ein kleines Gartengrundstück führte. Und das Beste: Ein zweites, von der Hauptwohnung ein wenig abgesondertes Schlafzimmer mit runder Fensterfront. Geradezu perfekt für unsere Musikinstrumente… und für GÄSTE!

Wie im Traum wanderten wir umher, während die unaufhörlich schwafelnde Maklerin noch einmal die offensichtliche Schönheit dieses Ortes aufzeigte.
Es war dann der Preis, der uns wieder auf den Boden zurückbrachte. Shit. Zweihundert Pfund über unserem Limit. ABER…!!!!!
Wir melden uns, versprachen wir der Maklerin, die uns mit einer Million Visitenkarten überschüttete.

Schweigend und nachdenklich machten wir uns auf zur nächsten Besichtigung. Hier stand schon der obligatorische Mini Cooper vor der Tür. Der Makler lispelte.
Die Wohnung war eigentlich perfekt. Neubau. Frisch renoviert, brandneue Küche, kleines zweites Schlafzimmer, quadratisch, praktisch gut. Die wäre es gewesen… hätten wir die Dachwohnung nicht gesehen.
Wir melden uns, versprachen wir dem Makler. Und meinten es eigentlich auch ernst. Vernunft muss über Romantik siegen.

Zuhause rechneten wir wie verrückt. Gäbe es nicht doch eine Chance auf die Dachwohnung?
Wir kamen dann zum Ergebnis, dass es klappen würde, wenn sie nur Hundert Pfund im Monat günstiger wäre. Verdammte Hundert Pfund, das müsste doch drin sein. Wir riefen die Maklerin an und machten das Angebot. Okay, sie würde es mit den Hauseigentümern abklären und uns am Montagmorgen zurückrufen.
Vorsichtshalber riefen wir auch noch den lispelnden Makler an und sagten für die langweilige Neubauwohnung zu. Auch er wollte uns am Montag zurückrufen.
Montag. Tag der Entscheidung.

Der Lispler war der erste, der anrief. Okay, wir ßeien für die ßüße Wohnung mit ßwei ßlafßimmern im Rennen.
Eigentlich hätte ich mich freuen sollen, aber ich hoffte wirklich mit aller Kraft auf die Dachwohnung.
Und dann kam der Anruf von Maklerin Löwenherz: Die Eigentümer hätten sich mit dem Angebot einverstanden erklärt!
Juhuuuuuu!!!! Ich konnte es kaum glauben. Es gab bestimmt Leute, die hätten diese Wohnung für das Doppelte gemietet. Warum wir?? Aber darauf hatte die Löwenherz eine Antwort: Wir seien einfach die ersten gewesen. So ein Glück! Ach ja, das mache jetzt 500 Pfund Sicherheitsgebühr, please.

Der Papierkram ging los. Zuerst bezahlten wir die Sicherheitsgebühr. Dann bekamen wir schon einen Tag später Post. Eine Auflistung aller Kosten, die anfallen würden für die erste Monatsmiete, Kaution, Mietvertrag, Maklergebühr, Bearbeitungsgebühr, Gebühr für Schuldenüberprüfung. Nettes Sümmchen, tatsächlich. Aber dafür hatten wir ja schon seit Monaten so viel Geld wie möglich auf die Seite geschaufelt.
Wir füllten die Bewerbungsunterlagen aus. Wieviel Geld wir verdienten, Anschrift der Arbeitgeber, frühere Adressen, Nachweis dieser Adressen…

Ein paar Tage später ein Anruf von Frau Löwenherz. Die Schuldenüberprüfung sei jetzt durch. Alles sauber.
Am nächsten Tag bekam mein Arbeitgeber ein Fax mit der Bitte, zu bestätigen ob ich dort angestellt sei und wie viel ich verdiente. Was mich ein wenig irritierte war, dass auf diesem Fax für meinen Chef stand, ich würde eine Wohnung mieten für den monatlichen Betrag von soundsoviel Pfund. Worüber der sich natürlich gleich mit den Kollegen das Maul zerriss. Da frage ich mich doch, ob es notwendig ist, dieses Detail weiterzugeben. Schließlich ist das meine Privatsache.
Aber na ja, Chef zeigte sich sogar kooperativ, füllte den Wisch aus und ich konnte es gleich zurückfaxen (Dafür er mich aber 80 Pence zahlen lassen).

Drei Tage passierte nichts, dann schrillte plötzlich mein Handy mit mir unbekannter Nummer. Es war die Hauseigentümerin! Sie würde uns gerne treffen. Samstag? Ja?
Ein wenig aufgeregt standen wir Samstag dann vor dem Haus. Wir beschlossen uns in der Dachwohnung zu treffen, so hätten wir die Chance, nochmal einen Blick darauf zu werfen, bevor wir am 25. Februar einziehen würden.
Die Eigentümerin war sehr nett. Obwohl wir auch dieses Mal wieder so verzaubert von der Wohnung waren, dass wir kaum aufnahmefähig waren. Dieses Mal konnten wir sehr viel mehr Details sehen, die uns beim letzten Mal entgangen waren. Die wunderschönen Feuerstellen in Wohnzimmer und Küche. Die Farbe des Holzes und der Wandkacheln, die riesige alte Küche, die eher elegant-altmodisch als altbacken-altmodisch wirkt.
Ich glaube dort zu wohnen wird einfach ein Vergnügen und total inspirierend. Schon jetzt weiß ich, wo ich meine Pflanzentöpfe hinstellen will (Pflanzen! Ich! Das gab es noch nie!), und dass ich ein paar unserer schönsten Island-Landschaftsbilder auf Leinwand drucken möchte und aufhängen. Und die Wikingermasken. Und die Australien-Souvenirs vom Gawjus. Und meine gerahmte Queen-Schallplatte mit dem Freddie Mercury Autogramm. Zu Ehren der grünen Tür.
Die Wohnung wird wie ein Ort werden, an den wir nach der Arbeit nach Hause kommen und uns wie im Urlaub fühlen.
Oh, und ich möchte Besuch. VIEL Besuch! Jeder der hier mitliest ist eingeladen. Wann immer es euch nach London verschlägt, kommt auf jeden Fall auf eine Tasse Tee vorbei! Wenn es ein Sonntag ist, dann mache ich Roast Dinner mit Yorkshire Puddings. Und wir werden im Sonnenuntergang auf der Feuertreppe sitzen, machen Musik und genießen das Leben. Ja? Seid ihr dabei? Ich freu mich so!

Und jetzt kann ich kaum erwarten, bis es soweit ist. Noch 12 Tage!